Unsere Liebe
Eine Geschichte, die mit jedem Tag schöner wird.
Eine Geschichte, die mit jedem Tag schöner wird.
Es begann nicht mit einem großen Knall, sondern mit einem Blick, diesem einen, in dem die ganze Welt für einen Atemzug leiser wurde. Du hast gelächelt, halb scheu, halb wissend, und irgendwo in mir hat etwas aufgehört zu suchen.
Was darauf folgte, waren keine großen Worte, sondern lange Abende, die nach Mitternacht erst anfingen, gut zu werden. Wir haben einander Stück für Stück erzählt, die albernen Geschichten zuerst, dann die leiseren. Und ich weiß noch genau den Moment, in dem ich dachte: Mit dir möchte ich auch das Stille teilen.
Es sind nicht die großen Gesten, die ich am liebsten habe, es sind die Dinge dazwischen. Wie du morgens die Augen aufmachst und einen winzigen Moment brauchst, um wieder du zu werden. Wie deine Hand meine sucht, als wäre es zwischen uns abgesprochen, ohne dass wir je darüber geredet hätten.
Wie du zuhörst, wirklich zuhörst, mit dem ganzen Gesicht. Wie du Tee viel zu lange ziehen lässt und ihn trotzdem trinkst. Wie du lachst, wenn ich etwas Dummes sage, und manchmal noch lauter, wenn ich es ernst meine. Diese kleinen Selbstverständlichkeiten, daraus ist unser Alltag gemacht, und ich würde ihn gegen kein Abenteuer der Welt eintauschen.
Ein Jahr klingt so kurz, wenn man es sagt und so voll, wenn man zurückblickt. Die spontane Fahrt, von der wir nicht mehr wussten, wessen Idee sie war. Der Regenabend, an dem wir nass und glücklich vor der Tür standen. Der eine Sonntag, der eigentlich nichts Besonderes war und doch alles.
Ich trage all das mit mir herum wie kleine, gepresste Blumen zwischen den Seiten. Manche davon sind so privat, dass nur wir beide sie verstehen und genau das macht sie schön. Unsere Geschichte ist kein Highlight-Reel; sie ist ein langes, leises Buch, und ich lese es jeden Tag mit dir gemeinsam neu.
Du hast mich in diesem Jahr an Stellen gesehen, an denen ich mich selbst nicht so gerne anschaue und bist nicht weggegangen. Du hast mich ausgehalten, wenn ich schwierig war, und gefeiert, wenn ich es geschafft habe. Daran erkenne ich, wie ernst du es meinst, viel klarer als an jedem schönen Wort.
Wir haben uns nicht angepasst, wir sind miteinander gewachsen. Manchmal über Umwege, manchmal in eine Richtung, die wir vorher beide noch nicht kannten. Und ich glaube, das Schönste an uns ist nicht, dass wir alles gleich sehen, sondern dass wir den anderen lieber haben, wenn er ein bisschen anders sieht.
Wenn ich an die nächsten Jahre denke, sehe ich keinen großen Plan, ich sehe einen Küchentisch, einen langen Spaziergang, das Geräusch deiner Schritte, das ich auch im Halbschlaf erkenne. Ich sehe uns, ein paar Falten mehr, ein paar Sorgen weniger, mit der gleichen Art, einander anzuschauen, wenn niemand sonst hinsieht.
Ich verspreche dir nichts Großes, ich verspreche dir mich, jeden Tag aufs Neue. Dass ich bleibe. Dass ich zuhöre. Dass ich, wenn es schwer wird, deine Hand zuerst nehme. Und dass ich mit dir die nächsten Kapitel schreiben möchte, in deiner Schrift und meiner, Seite für Seite.
Ein paar Seiten zum Anfassen — kleine Momente, die zu groß waren, um sie nur im Kopf zu behalten.














Ich bin der Anfang von allem, das Ende von Zeit und Raum.
Ich bin in jedem Moment, doch niemals ganz daheim.
Was bin ich?
Danke, dass du mein Ein und Alles bist, meine Liebe — und dass du es jeden Tag aufs Neue wirst.